St. Vigil und St. Peter in Altenburg

Vom Ortsrand dieser auf 612 Metern Meereshöhe (und damit am höchsten von allen Ortsteilen Kalterns) gelegenen Fraktion der Marktgemeinde Kaltern am See grüßt weit hinaus über die Weingärten die nette kleine Kirche St. Vigil die von weitem herannahenden Wanderer.

Das Gotteshaus, das im Jahr 1491 erbaut worden ist (das Gewölbe wurde erst sechs Jahre später eingezogen), ist damals dem Patron der örtlichen Diözese gewidmet worden. Noch ein wenig älter, nämlich aus dem 14. Jahrhundert stammend, ist tatsächlich der weithin sichtbare Glockenturm, der im Schein der am späten Nachmittag bzw. am frühen Abend tiefer stehenden Sonne eine herrliche rötliche Färbung annimmt. Das steil und spitz zulaufende Dach des Kirchenturms ist mit gemusterten bunten Ziegeln bedeckt, die einen Grundton in dunkelgrün haben, darüber verlaufen gelbe und weiße Muster mit ein wenig Rotanteil. In den gleichen Farben leuchten die Dachziegel des kleinen Kirchendaches. Hier erkennt man jedoch ein deutliches rautenförmiges Muster. Alles in allem erinnert das Dach der Kirche ein wenig an das Muster, das auf dem Dach des Stephansdoms in Wien eingelassen worden ist.

Die Westseite des Turms ist geschmückt mit einem aus dem Jahr 1420 (ungefähre Angabe) stammenden Kummernusbild, während auf der nördlichen Turmseite die Reste eines Gemäldes zu sehen ist, das den Heiligen Christophorus darstellt. Das Bildnis stammt aus dem Jahr 1320, es soll sich dabei übrigens um das älteste Wandbild handeln, das heute noch in ganz Kaltern am See existiert. Bis vor einigen hundert Jahren (die Chronisten sind sich nicht ganz sicher, welches Jahr man hier nennen muss, zumeist kursiert aber die Jahreszahl 1782) existierte in Altenburg außerdem eine weitere Kirche, nämlich St. Peter. Es ist ebenfalls nicht ganz gesichert, ob es sich dabei nun um die älteste Kirche in Südtirol, die älteste Kirche in Nord- und Südtirol zusammen oder lediglich um eine der ältesten Kirchen handelt, die es in der Umgebung gibt. So oder so aber lohnt es sich, einen Abstecher dort hin zu unternehmen.

Die Ruine – mehr ist es nicht mehr, was von St. Peter übrig ist – erinnert eigentlich kaum noch an eine Kirche. Lediglich ihre Form ist es, an der man erkennen kann, was der ursprüngliche Zweck des Gebäudes war. Immerhin haben Grabungen es ermöglicht, die Lage der Reliquienkammer und des früheren Altars genau bestimmen zu können. Weil die Kirche nach der Schließung Ende des 18. Jahrhunderts überhaupt nicht mehr gepflegt wurde, ist sie schon damals relativ schnell verfallen.

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