Der Mendelpass, Heimat der anspruchsvollen Fahrradfahrer

Bild des Marktplatze eine FahrradesMit dem Mendelpass haben die Einwohner von Kaltern am See, Eppan, Tramin und natürlich auch von Bozen eine Bergstraße direkt vor der Haustür, die für sportliche Radfahrer eine Herausforderung darstellt. Doch natürlich wollen sich auch viele Urlauber am „Passo della Mendola“ versuchen, wie die Passstraße im Italienischen heißt.

Apropos italienisch: Tatsächlich ist der Pass selbst, also der höchste Punkt der Bergstraße (auf immerhin 1.363 Meter Meereshöhe gelegen), die Sprachgrenze zwischen Deutsch auf Südtiroler Seite und Italienisch im Trentino. Er verbindet also das Gebiet um Bozen, Kaltern und Eppan (Überetsch, wie die Südtiroler sagen; folgerichtig nennen es die Italiener Alto Adige) mit der Region Nonstal, die zur Provinz Trentino gehört, wo also die italienische Sprache gesprochen wird. Von Bozen aus geht es zunächst entlang des Mendelkamms hinauf, dessen tiefster Punkt genau dort liegt, wo die Passhöhe liegt. Im Norden liegt nun der nur unwesentlich höhere Monte Pénegal (1.737 m), während sich südlich der 2.116 Meter hohe Monte Roen erhebt.

Die Blicke, die man von der Passhöhe auf das Etschtal hat, sind herrlich. Und wer sich nicht sicher ist, ob man das Panorama auch genießen kann, wenn man auf dem Rad die 14 Kilometer lange Steigung hinauffährt, sollte sich davon überzeugen, dass das durchaus geht. Allerdings sollte man ein halbwegs geübter Bergfahrer sein, immerhin liegt die mittlere Steigung des Mendelpasses zwischen sechs und sieben Prozent. Allerdings gibt es so gut wie keine Rampen, soll heißen, dass die Steigung nahezu überall gleichmäßig ist. Der beste Einstiegsort ist Eppan, und das am besten noch am Morgen oder am frühen Vormittag (Kaltern geht auch, doch dann wird das Gesamtpaket steiler). Denn zum einen nimmt der Verkehr am späten Vormittag deutlich zu. Zum anderen steigen die Temperaturen gerade im Sommer am Vormittag aber auch schnell an, so dass es leicht zu heiß werden kann für eine Bergfahrt.

Wer vom Mendelpass nicht wieder direkt hinunter möchte, sondern lieber eine Tagestour unternimmt, kann von oben weiter gen Westen über das Gampenjoch (1.512 m), den Hofmahd (1.620 m), den Passo Campo Carlo Magno (1681 m) und den Passo del Tonale (1884 m) eine herrliche, wenngleich sehr schwere Bergetappe angehen. Vom Mendelpass empfiehlt sich jedoch eher, die 400 Höhenmeter weiter hinauf auf den Monte Pénegal zu fahren, was auch kein Pappenstiel ist. Von der dortigen Aussichtsplattform hat man einen sagenhaften Blick in alle Himmelsrichtungen, westwärts bis zum Ortler und gen Osten in die Dolomiten.

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