Castel Sallegg, das Juwel von Mitterdorf

Unter den steil aufragenden Wänden des Mendelgebirges liegt, inmitten der Kalterer Fraktion Mitterdorf, das Castel Sallegg bzw. Schloss Sall (beide Schreibweisen sind erlaubt), das auf fast 500 Jahre zurückschauen kann.

Über die Gründungszeit der Anlage, die im 16. Jahrhundert liegt, weiß man heute leider relativ wenig, sicher ist nur, dass das Geschlecht derer zu Sall das Schloss errichtet hat. Ein Hinweis darauf, dass das Kastell schon verhältnismäßig kurz nach seiner Errichtung ein Ort war, von dem Macht und Einfluss ausgingen, ist die heute noch im Tor zu dem weit ausgedehnten Innenhof zu erkennende Jahreszahl „1604“. Später ging das Gebäude auf die Herren Sepp von Seppenburg über, die sich dann schon „von Sallegg“ genannt haben.


Im Jahr 1800 dann kam das Geschlecht von Unterrichter in Besitz der Anlage. Doch schon 1851 verkaufte die Familie das Castel Sallegg, und zwar an den Erzherzog Rainer von Österreich, der gleichzeitig auch der Vizekönig der Provinz Lombardei-Venetien war. Dessen Enkelin, mit Namen Maria Raineria Lucchesi Palli, Fürstin von Campofranco, befand sich um die Wende zum 20. Jahrhundert im Besitz des Schlosses, als sie es renovieren ließ. Vererbt wurde das Kastell schließlich auf direktem Weg an den Grafen von Kuenburg, deren Familie noch heute im Besitz der Anlage ist, zu der natürlich auch die Weinberge gehören. Die Kuenburgs sind nun bereits in dritter Generation die Herren von Schloss Sallegg.

Im Jahr 1922 schließlich fiel das prächtige Anwesen, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist, an das Adelsgeschlecht derer von Kuenburg. Und diese Familie besitzt und verwaltet das Kastell und die Weinberge heute noch immer, inzwischen in der dritten Generation. Es ist wohl nicht zu viel gesagt, wenn man behauptet, dass der Graf von Kuenburg es sich – aus der Leidenschaft heraus – zu einer lebensfüllenden Aufgabe gemacht hat, den hier angebauten Wein, einen herrlichen Rosenmuskateller (auch Moscato Rosa genannt), zur Perfektion gelangen zu lassen. Und weil er damit Erfolg hatte und weiter hat, bringt man inzwischen die gesamte Marktgemeinde Kaltern mit diesem Wein in Verbindung. Es handelt sich dabei um einen allochtonen Rotwein, der edelsüß reift und erst ab einer Lagerzeit von vier Jahren elegant am Gaumen wird. Genießt man ihn jünger, so ist er eher blumig. Doch muss man beileibe kein Weinkenner sein, um die Schönheit des Castel Sallegg genießen zu können. Auch gibt es herrliche Wanderungen rund um das Schloss herum, auf denen man die ganze Schönheit Südtirols genießt.

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