Kaltern lässt die Wahl: Welches Bad soll es sein?

Dass eine Stadt von der Größe der Marktgemeinde Kaltern – nicht einmal 8.000 Einwohner leben hier – ihren Bürgerinnen und Bürgern, aber auch den urlaubenden Gästen in Sachen Badetag eine solche Wahl lässt, darf wohl auch eher als ungewöhnlich bezeichnet werden.

Im Kalterer See selbst, dem wie schon erwähnt wärmsten Badesee der Alpen, suchen die Menschen wenn nicht seit vielen tausend, so doch zumindest seit vielen hundert Jahren jene Erfrischung, die sie an den heißesten Tagen des Jahres benötigen. So ist im Lauf der Zeit ein natürliches Freibad entstanden, das Seebad. Und erst zum Beginn unseres Jahrtausends, genauer gesagt im Jahr 2006, hat ein Wiener Architektenduo, quasi als Erweiterung des Seebads, ein wunderschönes kleines Freibad geschaffen, das sich perfekt in das schon zuvor bestehende Bad integriert. Was aber natürlich auch daran liegt, dass sich hier, also direkt vor den Toren von Kaltern, der schönste Badeplatz des Kalterer Sees befindet (wobei so etwas ja auch immer eine Frage des Geschmacks ist).

Wer lieber in den See springt, das Baden also auf herkömmliche Art und Weise bevorzugt, der sollte zum „alten“ Lido, von wo aus er sich direkt in das türkisfarbene Wasser stürzen kann, das für viele Seen in den Alpen so typisch ist. Wobei der Kalterer See, das haben Untersuchungen ergeben, eins der wohl jüngsten Binnengewässer im europäischen Hauptgebirge darstellt, er soll angeblich erst 10.000 v. Chr. entstanden sein. Und zwar in der Folge der letzten Eiszeit, als die gewaltigen Eismassen tiefe Täler in den Fels getrieben haben. Heute ist der See natürlich nicht nur für die Besucher des Naturbads eine Attraktion, sondern auch für Segler, Surfer, Tret- und Ruderbootfahrer (Motorboote dürfen nicht auf dem See fahren). Wer sich aber ins Wasser begibt, muss keine Angst haben, denn die Wassersportler dürfen den badenden Freibadbesuchern natürlich nicht zu nahe kommen.

Doch warum wurde dem Strandbad im Jahr 2006 überhaupt noch ein Freibad hinzugefügt? War der Strand nicht groß genug? Doch, zumeist schon. Kaltern ist jedoch eine Touristengemeinde mit Weitblick, die sich gern weiterentwickelt, denn Stillstand bedeutet Rückschritt. Und so ist es sicher kein Standortnachteil, dass das architektonisch raffiniert ins Naturbad eingefügte Freibad nun seit einigen Jahren das Angebot ergänzt. Es ist wirklich eine gelungene Neuerung. Es gibt auch von hier aus immer noch den direkten Zugang zum See, darüber hinaus Sportbecken, Whirlpools, Spaßbecken und Kinderbecken, so dass für Besucher aller Ansprüche sicher etwas dabei ist.

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