St. Anton und Pfuss, die pure Idylle

St. Anton und Pfuss bilden jene beiden Fraktionen von Kaltern am See, die direkt im Westen des Hauptortes liegen. St. Anton ist etwas größer als Pfuss (welches den kleinsten Ortsteil bildet) und befindet sich direkt unter den Hängen des Mendelgebirges, weswegen sich hier auch die Talstation der Bergbahn befindet. Und diese Bahn ist nicht einfach irgendeine Bergbahn, handelt es sich dabei doch um eine Standseilbahn, wie es sie in den Alpen nicht mehr so oft gibt. Steigung und Tempo der Mendelbahn sind atemberaubend. Sie startet auf ca. 500 Meter über Normalnull, endet auf 1.363 Metern (Höhenunterschied also 863 Meter) und bewältigt dabei eine durchschnittliche Steigung von 64 Prozent – ein beachtlicher Wert. Die Fahrt dauert zwölf Minuten, und wer diese nicht mitmacht, verpasst bei einem Aufenthalt in St. Anton eine ganze Menge.

Doch auch der Ort selbst ist – nicht nur im Zentrum – nett anzusehen. Besonders die Kirche, die sich im Zentrum befindet, sollte man gesehen haben. Ihre Ursprünge gehen vermutlich in die romanische Zeit zurück, das heute an der Stelle befindliche Gebäude stammt immerhin vom Beginn des 16. Jahrhunderts. Im Langhaus der Kirche gibt es einige Fresken, die auf das Jahr 1380 datiert werden und somit noch einmal mindestens 120 Jahre älter sind als die Kirche in ihrer heutigen Form. Auf der Höhe der so genannten Pfusser Lahn (nur wenige hundert Meter in Richtung der Fraktion Pfuss) liegt, inmitten von Weinbergen, der wunderschöne Landsitz Giovanelli, der geradezu mythisch wirkt. Der restliche Weg hinüber nach Pfuss ist nun nicht mehr weit, dafür aber schön zu gehen. Pfuss selbst liegt etwa 33 Meter höher als St. Anton, die Pfusser Lahn bildet die Grenze zwischen den beiden Teilorten. Der nah gelegene Wald direkt vor den Toren von Pfuss ist eine hübsche Gegend für ausgedehnte Spaziergänge.

Doch natürlich sollte man sich in Pfuss – wie erwähnt die kleinste Teilgemeinde von Kaltern am See – das Dorfzentrum selbst ebenso anschauen. Beeindruckend sind die kleinen, dafür aber sehr verwinkelten Gassen, die um die Kirche des Heiligen Sankt Rochus herumführen. Das Gebäude selbst ist ziemlich genau 500 Jahre alt, wie auch das Fresko mit dem Heiligen Christophorus an der Außenwand des Gotteshauses. Nur ein Stückchen entfernt von hier befindet sich die Mühlburg, die sich zwischen den netten Häuschen ein wenig versteckt. Das Bauwerk, das erkennbar Im Überetscher Stil gehalten ist, wurde 1589 aus einem ehemaligen Gehöft umgewidmet und ist ebenfalls einen Besuch wert.

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