Viel Ruhe direkt unter dem Mendelgebirge

St. Nikolaus – oder, wie die Einheimischen es gern nennen: Niklaas – ist die wohl grünste aller Fraktionen, die zusammen die Gemeinde Kaltern am See ergeben. Denn sie liegt, am Fuße des steil hinter dem Ort aufragenden Mendelgebirges, inmitten einer grünen Umgebung von Obstwiesen und Weinbergen, und noch dazu sehr weit weg von jeder größeren Straße, die die Ruhe in St. Nikolaus stören könnte. Durch die Weinberge, die praktisch bis in die Fraktion hineinwachsen, hatte der Ort früher, also vor der Eindeutschung der Namen, im Italienischen auch folgerichtig Montevino geheißen – Weinberg. Und weil auch St. Nikolaus von der Sonne mehr als begünstigt wird, reifen hier oben, auf einer Höhe von 569 Metern über dem Meer, wirklich ausgezeichnete Weine. Die Stille, die hier herrscht, wirkt auf viele Urlauber natürlich sehr anziehend, auch und gerade für Familien ist die ruhige Lage äußerst interessant. Und noch dazu kann man von „Niklaas“ aus auch einige schöne Wandertouren beginnen, die einen durch die Weinberge führen, hinunter zum Kalterer See, weiter in das Etschtal oder ins Mendelgebirge.

Für letzteren Fall empfiehlt es sich jedoch, vom Ortsteil St. Anton aus die Standseilbahn zu nehmen, um die Wanderung erst oben zu starten und von dort eine wunderbare Sicht über einen großen Teil des südlichen Etschtals und die gesamte Umgebung zu haben. Doch ist St. Nikolaus nicht nur ideal, um von hier aus andere Dinge in der Umgebung zu besichtigen. Nein, die Fraktion selbst hat auch einige Attraktionen und sehenswerte Bauwerke zu bieten. Allen voran wäre hier die Hauptkirche der Gemeinde zu nennen, die etwa um das Jahr 1520 fertiggestellt wurde. Es konnte jedoch nachgewiesen werden, dass an der gleichen Stelle schon drei Jahrhunderte früher eine kleine romanische Kirche existiert hat. In dem Bau, der heute besteht, sind einige edle Fresken zu sehen, die der Arbeit von Bartlmä Dill Riemenschneider entstammen und auf 1530 datiert werden.

Bemerkenswert ist durchaus auch, dass die Kirche über einen eigenen „Triumphbogen“ verfügt. Darin eingelassen ist eine Version des Kalterer Wappens, die als eine der ältesten überhaupt gilt. Die hauptsächliche Besonderheit der Kirche von St. Nikolaus ist jedoch der Umstand, dass das Gotteshaus tatsächlich über zwei (!) Türme verfügt. Der Grund: Der zweite Turm wurde im Jahr 1880 hinzugefügt, weil man befürchtete, dass der alte Glockenturm bald in sich zusammenfallen würde – bei jedem Glockenschlag bebte der Turm bedenklich. Der zweite Turm übernimmt seitdem diese Belastung, und der ältere besteht weiterhin.

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